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Privat versichert- wo liegen die Vorzüge?

Freiwillig gesetzlich Versicherte können ein Lieb davon singen: wer selbstständig arbeitet und über ein gutes Einkommen verfügt, muss bei seiner Krankenversicherung tief in die Tasche greifen. Schließlich orientieren sich die Beiträge am monatlichen Einkommen.Anders konzipiert sind dagegen die privaten Krankenversicherer. Hier steht das Einkommen als Bemessungsgrundlage nicht zur Verfügung. Im Vordergrund stehen bei der Antragsannahme das Geschlecht, das Alter, der aktuelle Gesundheitszustand, die Krankenvorgeschichte wie auch spezielle Risiken, mit denen der Antragsteller konfrontiert ist. Nicht zu vergessen ist natürlich der gewählte Tarif, der, je exklusiver der Schutz ausfallen soll, naturgemäß auch teurer ist, als der Basistarif. Schließlich gilt, dass ein Extra an Leistungen immer mit einem Preisaufschlag versehen ist. Künstler, Freiberufler und Selbstständige können unabhängig von der Pflichtversicherungsgrenze Mitglied einer privaten Krankenversicherung werden. Gerade diejenigen, die über ein schwankendes Einkommen verfügen und selber alle beruflichen Risiken tragen, müssen im Krankheitsfalle mit deutlich höheren finanziellen Einbußen leben, als der fest angestellte Arbeitnehmer. Die gesetzlich vorgeschriebene Lohnfortzahlungspflicht gilt nicht für den Erwerbstätigen, der auf eigene Rechnung seinen Lebensunterhalt bestreiten muss. Umso wichtiger ist demnach, für den Krankheitsfall Vorsorge zu betreiben.  Eine zusätzliche Krankentagegeld- Versicherung kann dazu beitragen, die Lücken gerade bei einer länger währenden Erkrankung besser zu stopfen. Kann man, gerade wenn man erst mit seiner Selbstständigkeit an den Start gegangen ist, die Beiträge noch nicht leisten, bieten die privaten Versicherungen auch ein besonderes Staffelsystem an. Wer dann sogenannte Karenzzeiten vereinbart, erhält in der ersten Zeit der Erkrankung noch kein Tagegeld. Erst nach einer vertraglich vereinbarten Zeit setzt diese Zahlung ein und erhöht sich schrittweise, bis letztendlich das gewünschte Niveau an Krankengeld erreicht ist. Auf diese Weise kann der Versicherte an Beiträgen sparen und steht im Krankheitsfalle nicht völlig mit leeren Händen da.

Als lohnenswert erweist sich die Private in jedem Falle für Richter, Beamte wie auch  Abgeordnete des Bundes und der Länder. Denn der Dienstherr erstattet einen Teil der Kosten, sodass der Versicherungsnehmer lediglich die restlichen Kosten tragen muss.

jetzt kommentieren? 22. Juni 2008

Private Krankenversicherung bietet variable Gestaltungsmöglichkeiten

Völlig anders als bei den gesetzlichen Krankenkassen kann der Versicherte teilweise selber einen Einfluss auf die medizinischen Leistungen nehmen und somit auch die Höhe der monatlichen Beiträge beeinflussen.Bei den gesetzlichen Kassen gilt allein die Höhe des Monatseinkommens, wenn es um die Beitragsberechnung geht. Bei den privaten Versicherern können verschiedene Gestaltungsmöglichkeiten genutzt werden und der eigene Geldbeutel wie auch die individuellen Bedürfnisse in Bezug auf eine medizinische Behandlung oder die Unterbringung in einer Klinik bestimmen die Beiträge.

Nur auf bestimmte Faktoren, die zur Beitragsbemessung heran gezogen werden, kann der Antragsteller keinen Einfluss nehmen. Dazu zählen das Alter, die Krankenvorgeschichte, der momentane Gesundheitszustand, das Geschlecht und weitere besondere Risiken.

Zum weiteren Plus der privaten Krankenversicherung gehört, auch Basisleistungen nutzen zu können, die denen der Kassen entsprechen. Will man jedoch einen höheren Komfort, muss man dann auch tiefer in den Geldbeutel greifen. So bietet zum Beispiel ein exklusiver Tarif die Möglichkeit, bei einem stationären Aufenthalt in einer Klinik vom Chef behandelt zu werden, während der Kassenpatient mit dem Arzt vorlieb nehmen muss, der gerade seinen Dienst versieht.

Auch bei der Unterbringung gibt es gravierende Unterschiede. Ist man krank, oder hat gerade eine Operation hinter sich gebracht, kann Ruhe den Genesungsprozess beschleunigen. Dies ist in der Regel nicht in einem Mehrbettzimmer möglich. Soll es da komfortable Einbettzimmer sein, bietet die private Krankenversicherung Tarife, die eine solche Unterbringung ermöglichen.

Wer jedoch zu den Einsteigern in den Bereich Selbstständigkeit gehört, ist meist noch nicht entsprechend flüssig. Da kommt es gelegen, dass ein Tarif angeboten wird, der erst einmal eine medizinische Versorgung bietet, die den Leistungen der gesetzlichen Versicherer entsprechen. Sollte sich die Einkommenslage nach und nach verbessern, spricht nichts dagegen, in einen höheren Tarif zu wechseln, ohne dass es erforderlich wird, seinen Gesundheitszustand erneut prüfen zu lassen.

Auch wer einen vertraglich vereinbarten Satz als Selbstbehalt wählt, kann an den Beiträgen einsparen. Bis zu 30 Prozent an Reduzierungen winken dann und wer vorsorgt, legt diesen Teil auf die hohe Kante, um davon den Selbstbehalt zahlen zu können.

jetzt kommentieren? 17. Juni 2008