Wer heilt, hat Recht
24.Juli 2008
Medizin ist eine Wissenschaft, die sich aus vielen verschiedenen Disziplinen zusammen setzt. Dazu gehört vor allem Chemie, Physik, Mathematik und Biologie. Die wichtigsten Erkenntnisse, die die Medizin in der Regel macht, beruhen aber trotz aller Bemühungen nach wie vor auf der Grundlage von Versuch und Irrtum. Medizin ist nun mal keine exakte Wissenschaft, auch wenn dies auf Teildisziplinen sehr wohl zutrifft. Daher gilt auch heute noch der Satz: wer heilt, hat Recht. Und Heilung erfährt man nicht nur in der so genannten Schulmedizin, die unserer Gesundheitswesen beherrscht. Zahlreiche andere Methoden, viele davon schon Jahrtausende alt, können Krankheiten ebenfalls heilen oder lindern, auch wenn mitunter niemand genau erklären kann, warum. Das ist dem Patienten indes völlig gleichgültig, nicht jedoch den Krankenkassen. Die brauchen, bevor sie eine so genannten alternative Heilmethode anerkennen nachweisbare Belege, welche Beschwerden damit wie beseitigt werden können. Da zum Beispiel die Homöopathie diesen Beweis bislang schuldig bleiben musste, erhält man nur bei manchen Kassen die Behandlung beim Homöopathen erstattet, allein, weil diese Unternehmen praktisch denken und es ihnen auf das Ergebnis ankommt, nicht auf die Methode, wie es erreicht wird.Die Homöopathie bedient sich mach sonderbarer Substanz zur Herstellung von Medikamenten, selbst zermahlene Insekten gehören ins Repertoire. Ebenso ist die Diagnosemethode zumindest gewöhnungsbedürftig, da hier auf ganz andere Dinge geschaut wird, als beim normalen Mediziner. Der Grund dafür ist das ganzheitliche Bild, das sich der Behandler von seinem Patienten machen will, bevor er eine Therapie verschreibt.
Die Heilmethode ist inzwischen über zweihundert Jahre alt und polarisiert bis heute. Überzeugte Anhänger stehen erklärten Gegner gegenüber, wobei sich letztere vor allem auf die durch die starke Verdünnung so gut wie wirkstofffreien Arzneien berufen, die deshalb gar nicht helfen könnten und lediglich ein Placeboeffekt die nachgewiesenen Heilungen verursachen würde.
Trotzdem erfährt diese Methode immer mehr Zulauf – viele Menschen sind auf der Suche nach Alternativen zur Chemie,- und Apparatemedizin, in der der Mensch nur ein Objekt ist, das repariert werden soll. Wer einmal dazu gefunden hat, ist überwiegend auch zufrieden und kann von Erfolgen berichten.
Die Anhänger verweisen wegen der Kritik bezüglich des angeblichen Placeboeffektes auf Heilungserfolge bei Tieren und Kleinkindern, die in der Tat nicht durch eine bestimmte Erwartung beeinflusst sein können. Diese nachgewiesenen Heilungen können auch die Gegner bis heute nicht erklären, so dass es letztlich eine Glaubensfrage bleibt, welcher Art Medizin man seine Gesundheit anvertrauen will. Im Zweifel jedoch immer der, die hilft, egal warum.
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